Ende des vergangenen Jahrhunderts machten Wilhelm Ostwald, Jacobus Hendricus van't Hoff und Walther Nernst das Grenzgebiet zwischen Physik und Chemie zu einer eigenständigen Wissenschaft. Hauptziel war die quantitative Beurteilung chemischer Vorgänge mit den Methoden der Physik, vor allem Thermodynamik und Kinetik. Auf Anregung von Wilhelm Ostwald wurde 1894 die erste Gesellschaft zur Pflege der neuen Wissenschaft gegründet, die seit 1902 zu Ehren des weltbekannten Physiko-Chemikers Robert Wilhelm Bunsen "Deutsche Bunsen-Gesellschaft für Angewandte Physikalische Chemie" hieß. Seit über 50 Jahren trägt sie den jetzigen Namen. Ähnliche Gründungen folgten wenig später in Amerika und in England, so die Electrochemical Society und die Faraday Society.

Zur Zeit hat die Deutsche Bunsen-Gesellschaft für physikalische Chemie ca. 1300 Mitglieder, die im Hochschulbereich, in der Industrie und in Forschungsinstituten sowohl in Deutschland als auch im Ausland tätig sind. Die Deutsche Bunsen-Gesellschaft für physikalische Chemie bezweckt auf gemeinnütziger Grundlage die Pflege und Förderung der Physikalischen Chemie in wissenschaftlicher und technischer Beziehung.